Wenn sich Strategisches mit dem Operativen perfekt ergänzt.
- Françoise Moser
- 18. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Gemeinderat und Gemeindeverwaltung bilden eine Symbiose - können sich also perfekt ergänzen. Hier meine Gedanken dazu, wie dies gelingen kann.
Mein erster Artikel fokussierte auf die Teamarbeit im Gemeinderat. Vertrauen, Respekt und eine offene, faire Kommunikation bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Führungsgremium. Wie verhält es sich aber im Austausch mit den Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung? Die Antwort ist einfach: für ein wertschätzendes Umfeld zählen die gleichen Werte.
Zudem darf der Gemeinderat auf das kompetente Fachwissen der Mitarbeitenden zählen. Meist sind sie schon länger auf der Verwaltung tätig und konnten in ihren Bereichen viele Erfahrungen sammeln. In Bezug also auf die operativen Tätigkeiten, Alltägliches und Fachspezifisches sind sie es, die das Fundament einer effizienten und erfolgreichen Gemeindearbeit bilden. Wichtig ist jedoch, dass die Mitarbeitenden die strategischen Stossrichtungen sowie die priorisierten Projekte des Gemeinderats kennen. Ein Ausarbeiten der Legislaturziele geht idealerweise Hand in Hand. So verbindet sich das operative Wissen der Verwaltung mit der Politik und Strategie des Gemeinderats.
Strategisch versus operativ?
Kein Gegeneinander sondern ein Miteinander - so lautet meine Devise. Manchmal lässt sich keine scharfe Trennlinie ziehen. Doch es sollten Ausnahmen sein, wenn sich ein Gemeinderat mit dem Tagesgeschäft auseinandersetzen muss. Ein auf die Gemeinde zugeschnittenes Führungsmodell kann Hilfestellung bieten und weist allen Beteiligten ihren Aufgaben-, Verantwortungs- und Kompetenzbereich aus. Und ja, bei Kleinstgemeinden mit einem sehr kleinen Verwaltungsteam ist das operative Engagement des Gemeinderats erwünscht. Notgedrungen.
Die Herausforderungen für eine Gemeinde jedoch sind heutzutage vielfältig und zahlreich. Raumplanerische Themen, die demographische Entwicklung und der oftmals hohe Sanierungsdruck bei Immobilien aber auch der finanzielle Spielraum sind Beispiele, welche den Gemeinderat als strategisches Gremium fordern. Für diese Herausforderungen darf und soll man sich Zeit nehmen. Idealerweise werden diese gewichtigen Themen in einer Kurzretraite fokussiert bearbeitet. Idealerweise gemeinsam mit den zuständigen Abteilungsleitern und involvierten Verwaltungsmitarbeitenden. Eine Gemeinderatssitzung eignet sich selten dazu.
Fokus auf das Wesentliche
Mein Vorschlag: planen Sie als Gremium pro Quartal je eine Kurzretraite fix ein. Ein Termin darf bei Nichtbedarf aus der Agenda gestrichen werden.
Und dies zum Schluss: Setzen Sie auf das Wissen der Mitarbeitenden und gewähren Sie ihnen den notwendigen Handlungsspielraum im operativen Gemeindealltag. Als Gemeinderat dürfen Sie Ihre Zeit in strategische Themen investieren. Hier können Sie die Zukunft Ihrer Gemeinde mitgestalten. So ergänzt sich Strategisches mit der Operativen auf perfekte Art. Gerne unterstütze ich Sie als Sparringpartnerin.

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